Jean-Marie Gustave Le Clézio gewinnt Literaturnobelpreis 2008

Französischer Bestseller Autor möchte Verständnis für fremde Kulturen fördern

Der Literaturnobelpreis 2008 geht an Jean-Marie Gustave Le Clézio. Er sei ein „Verfasser des Aufbruchs, des poetischen Abenteuers und der sinnlichen Ekstase, der Erforscher einer Menschlichkeit außerhalb und unterhalb der herrschenden Zivilisation“, begründete die Jury Ihre Wahl. Der 1940 in Nizza, Südfrankreich, geborene Schriftsteller wuchs in Nigeria auf, wo sein Vater während des Krieges als Arzt arbeitete und lebte zeitweise in London, Mexiko und Mauritius. Le Clézio promovierte in Literaturwissenschaft und lehrte unter anderem an Universitäten in Boston, Bangkok und Mexico City. Bekannt wurde Le Clézio mit seinem Debutroman Le procès-verbal (Das Protokoll), das im Jahre 1963 mit dem Prix Renaudot, einem der fünf großen französischen Literaturpreise, ausgezeichnet wurde.

Jean-Marie Gustave Le Clézio kann ohne weiteres als Weltenbürger bezeichnet werden. Durch seine Zeit in Asien und Amerika hat er die unterschiedlichsten Kulturen kennen gelernt und schlägt mit seiner Literatur eine Brücke zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft. Denn Literaturnobelpreis erhielt Le Clézio für das Buch „Der Afrikaner“.