Der Geruchssinn ist stärker als der Verstand

der duft karl olsbergMan nennt es auch den „vergessenen Sinn“: Unser olfaktorisches System, mit dem wir Gerüche aufnehmen und verarbeiten, ist das am meisten unterschätzte Sinnesorgan. Die menschliche Nase kann etwa 10.000 verschiedene Gerüche unterscheiden. Wir können ein einziges Milligramm des Knoblauch-Duftstoffs Methylmercaptan aus 25 Millionen Kubikmetern Luft „herausriechen“ – fünfmal so viel, wie in die größte freitragende Halle der Welt passt.

Der Geruchssinn ist sehr eng mit unserem Gefühlssystem verbunden. Gerüche wecken oft Erinnerungen in uns, die schon sehr lange zurück liegen, und können sehr starke Emotionen auslösen. Es ist zum Beispiel viel schwerer, üblen Gestank zu ertragen als Lärm oder erschreckende Bilder. Angenehme Gerüche dagegen lösen Wohlbefinden und Sympathie aus – die Grundlage für die Parfümindustrie.

Der Einfluss des Geruchssinns ist oft sehr subtil. Um einen Geruch wahrzunehmen, reicht ein Fünfzigstel der Konzentration aus, die wir brauchen, um den Geruch benennen zu können. Manche Gerüche, die so genannten Pheromone, nehmen wir überhaupt nicht bewusst wahr. „Der Geruchssinn ist stärker als der Verstand“ weiterlesen

80 Jahre Micky Maus

micky mausHeute vor 80 Jahren schrieb ein kleiner Comic-Held Filmgeschichte: Micky Maus (engl. Mickey Mouse)! Im Colony-Theater in New York wurde der Kurzfilm Steamboat Willie aufgeführt. Darin treibt Micky als Schiffsjunge auf einem Boot sein Unwesen. Mit diesem quirligen Zeichentrick-Abenteuer wurde ein Star geboren, der bis heute große und kleine Fans auf aller Welt begeistert.

Eigentlich hatte Schöpfer Walt Disney einen ganz anderen Namen für seine Zeichentrickfigur vorgesehen: Mortimer. Glücklicherweise verließ sich Disney auf das Stil-Empfinden seiner Frau Lillian, die diesen Namen für viel zu altmodisch hielt. Das Paar entschied sich für den Namen Mickey Mouse, der in das deutsche Micky Maus übersetzt wurde.

Es war übrigens nicht Walt Disney selbst, aus dessen Feder Mickey Maus stammt. Gezeichnet wurde die Figur von Ub Iwerks, einem Trickfilmzeichner und Techniker. Er war lange Zeit mit Walt Disney für den Erfolg der Zeichentrickfilme verantwortlich, kehrte nach ein paar Streitereien der Firma den Rücken und kehrte aber letztlich doch zu Disney zurück. Er war der kreative Kopf hinter den Spezialeffekten, die die Disney-Filme berühmt gemacht haben und hat sogar bei den Effekten für Alfred Hitchcocks Horror-Schocker Die Vögel mitgearbeitet. „80 Jahre Micky Maus“ weiterlesen

Jean-Marie Gustave Le Clézio gewinnt Literaturnobelpreis 2008

Französischer Bestseller Autor möchte Verständnis für fremde Kulturen fördern

Der Literaturnobelpreis 2008 geht an Jean-Marie Gustave Le Clézio. Er sei ein „Verfasser des Aufbruchs, des poetischen Abenteuers und der sinnlichen Ekstase, der Erforscher einer Menschlichkeit außerhalb und unterhalb der herrschenden Zivilisation“, begründete die Jury Ihre Wahl. Der 1940 in Nizza, Südfrankreich, geborene Schriftsteller wuchs in Nigeria auf, wo sein Vater während des Krieges als Arzt arbeitete und lebte zeitweise in London, Mexiko und Mauritius. Le Clézio promovierte in Literaturwissenschaft und lehrte unter anderem an Universitäten in Boston, Bangkok und Mexico City. Bekannt wurde Le Clézio mit seinem Debutroman Le procès-verbal (Das Protokoll), das im Jahre 1963 mit dem Prix Renaudot, einem der fünf großen französischen Literaturpreise, ausgezeichnet wurde.

Jean-Marie Gustave Le Clézio kann ohne weiteres als Weltenbürger bezeichnet werden. Durch seine Zeit in Asien und Amerika hat er die unterschiedlichsten Kulturen kennen gelernt und schlägt mit seiner Literatur eine Brücke zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft. Denn Literaturnobelpreis erhielt Le Clézio für das Buch „Der Afrikaner“.

Hape Kerkeling liest – Ich bin dann mal weg

Als „Königin Beatrix“ oder Lokalreporter Horst Schlämmer brachte Hape Kerkeling ein Millionenpublikum zum Lachen. Dass der 43-jährige Entertainer auch anders kann, zeigte Kerkeling in seinem Bestseller Ich bin dann mal weg. In seinem Buch, das lange an der Spitze der Bestsellerlisten stand und sich über 3 Millionen Mal verkaufte, schildert er seinen Reisebericht über den Jakobsweg und den Weg zu sich selbst. Nachdenklich, aber auch heiter und mit einer Prise schwarzem Humor, überraschte und berührte Hape Kerkeling die Leser.

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Eragon Band 3: Die Weisheit des Feuers

Die Drachen-Saga Eragon geht in die dritte Runde.

Fremde Welten, große Krieger, magische Wesen – der Stoff aus dem die Träume vieler Leser sind. Fantasy-Romane erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Jetzt erscheint der dritte Roman der beliebten Eragon-Reihe von Christopher PaoliniEragon Band 3.

Bereits im Alter von 15 Jahren schrieb der heute 25-jährige Amerikaner die Geschichte vom Drachenreiter Eragon und seinem blauen Drachen Saphira. Eigentlich dachte Paolini nie ernsthaft daran, sein Buch zu veröffentlichen. Den Stein des Erfolges brachten erst seine Eltern ins Rollen, die begeistert das Manuskript gelesen hatten und anschließend im hauseigenen Verlag in den Druck brachten. Während einer Lesung wurde der Journalist Carl Hiaasen auf das Buch aufmerksam und berichtete seinem Verleger Alfred Knopf davon, der sich sofort die Rechte an Eragon sicherte.

Allein die ersten Bände, Das Vermächtnis der Drachenreiter und Der Auftrag des Ältesten, verkauften sich weltweit über 2,5 Millionen Mal. Damit katapultierte sich der junge Autor Christopher Paolini innerhalb kürzester Zeit in die Spitzen-Liga der Fantasy-Autoren. Übrigens kommt die Nähe zu J.R.R. Tolkiens Epos Herr der Ringe nicht von ungefähr: „Meine Vorbilder sind Tolkien, die lyrische Schönheit von Seamus Heaneys Übersetzung des Beowulf“, schreibt Paolini in seinem Aufsatz „Über das Schreiben“.

Für alle Lesefans, die nach Erscheinen des dritten Bandes schon das Ende der Eragon-Trilogie beklagen, gibt es seit Kurzem Hoffnung: Christopher Paolini gab in einem Interview bekannt, dass er an einem vierten Band der Drachen-Saga arbeite. Alle Bücher vom Eragon-Autor sowie aktuelle Neuigkeiten erhalten Sie auf www.weltbild.de.