4 Tage bis Kingsbridge: täglich aktuelle Hintergrundinfos zum neuen Follett

Das Fundament der Ewigkeit (bei Weltbild)
Das Fundament der Ewigkeit (bei Weltbild)

Am 12. September 2017 erscheint mit dem historischen Roman Das Fundament der Ewigkeit von Ken Follett Band 3 der Kingsbridge-Saga: Bis dahin verraten Insider aus Folletts Verlag und Umfeld täglich interessante Hintergrundinfos zu Autor und Werk.

Heute: Ein Interview mit der Herstellerin Silvia Menczykalski

Können Sie sich noch an den ersten Roman von Ken Follett erinnern, den Sie gelesen haben?

Das war „Die Nadel“. Sehr spannend fand ich die Mischung aus wahrer Zeitgeschichte und spannendem Spionagethriller.

Wie bereitet man sich und sein Team auf die Herstellung eines so umfangreichen Romans vor?

Rainer Schäfer, der ausführende Hersteller, und ich fangen so früh wie möglich mit der Planung an. Das betrifft den Satz, Überlegungen zum Illustrator, den gesamten Terminablauf. Da wird durchaus geschaut, ob das alles mit Urlauben der Beteiligten, intern und extern, funktioniert, um gut vorbereitet zu sein, wenn das Manuskript eintrifft. Wir machen uns auch schon Gedanken über Papier und Ausstattung: Ist es ein Thriller? Ein historischer Roman? Gleichzeitig überlegen wir, wie wir die Gestaltung parallel in ein schönes eBook überführen können. Immer in enger Absprache mit dem Lektorat, Vertrieb und Marketing.

Wie viel künstlerische Freiheit erlaubt ein internationaler Bestseller bei der Gestaltung durch die einzelnen Länder?

Da kann ich nur für unsere deutschen Ausgaben sprechen. Ken Follett und seine Mitarbeiter haben volles Vertrauen in die Kreativität des Lübbe-Teams. Im Gegenteil, ich bin stolz darauf, dass er unsere Ausgaben für besonders schön gestaltet ansieht und sie öfter als Referenz anführt. Aber natürlich ist Ken Follett auch ein Markenname, ein Brand, der für eine spezielle Qualität steht. Wir schauen also, dass wir diesen Markennamen so präsentieren, dass die Leser ihn bei allen Freiheiten jederzeit wiedererkennen.

Kann man bei der Gestaltung historischer Romane das Rad überhaupt neu erfinden – oder sind da schon alle Register gezogen?

Ich denke, dass die Bezeichnung historischer Roman eine verinnerlichte Tradition hat, die beim Leser gewisse Erwartungen weckt, die man nicht zerstören darf. Er soll sich beim Lesen wohlfühlen und nicht durch eine unerwartete Gestaltung im Lesefluss irritiert werden. Das betrifft vor allem die Wahl der Schrift, die eher klassisch sein sollte. Aber man kann durchaus bei der Illustrierung auch moderne Akzente setzen. Das hängt sehr von der Epoche ab, in der der Roman spielt.

Welche produktionstechnischen Herausforderungen gibt es bei einem Bestsellerautor wie Ken Follett für Sie?

Vor allem sind es logistische. Welches Material muss wann in welcher Menge verfügbar sein. Zum Beispiel verarbeiten wir für den neuen Follett eine Leinenbahn, die länger ist als die Marathondistanz, nämlich ca. 45 km. Das muss produziert und transportiert werden.

Genügen alle Materialien, Papier, Einbandstoff, den Anforderungen für Umweltschutz und Nachhaltigkeit, oder müssen wir noch einmal umdisponieren? Was auf den ersten Blick in Haptik und Farbe gefällt, hat womöglich nicht die erforderlichen Zertifizierungen. Halten Drucker und Buchbinder genug Maschinenkapazitäten für uns frei? Vieles beruht auf sehr frühen Schätzungen und natürlich unserer Erfahrung. Und dann kann es wie bei allem zu höherer Gewalt wie Maschinenbruch, Überflutung des Drucksaals kommen, oder der LKW steht im Stau. Da braucht es einen Plan B. Bisher haben wir aber immer eine Punktlandung hinbekommen.

Haben Sie aus gestalterischer Sicht ein Lieblingsbuch unter Ken Folletts Romanen?

Ich mag alle historischen Folletts, weil sie sehr aufwendig in Gestaltung und Ausstattung sind. Wunderschöne Zeichnungen, angenehmes Inhaltspapier, immer mit Lesebändchen, in Leinen gebunden und mit einer Prägung geschmückt, aufregend veredelte Umschläge. Einfach edel.

Silvia Menczykalski machte nach ihrem Abitur eine Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin bei Ullstein in Berlin. Danach war sie in in vielen Produktionsbereichen als Herstellerin bei Bastei Lübbe tätig. Seit 2014 ist sie Leiterin Herstellung der Bastei Lübbe AG..

Das Fundament der Ewigkeit – Rückkehr nach Kingsbridge

Nach den Weltbestsellern Die Säulen der Erde und Die Tore der Welt ist Das Fundament der Ewigkeit der dritte Band aus Folletts Kingsbridge-Saga. Gut neun Jahre mussten Leserinnen und Leser darauf warten. Nachdem die ersten beiden Bände das 12. bzw. das 14. Jahrhundert zum Inhalt hatten, zeichnet Follett nun ein großes Panorama des 16. Jahrhunderts: Die Kathedrale von Kingsbridge blickt mittlerweile auf ein tief gespaltenes Land herab …

Die Kingsbridge-Saga von Ken Follett:

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