Was wäre, wenn mitten in Deutschland eine Atombombe explodiert?
In diesen Tagen feiern wir das 20. Jubiläum des Falls der Berliner Mauer, der das Ende des Kalten Kriegs markierte. Seit damals scheint die Gefahr einer Selbstzerstörung der Menschheit, die immerhin vierzig Jahre lang sehr real war, vorerst gebannt zu sein.
Mindestens zweimal – während der Kubakrise 1962 und aufgrund einer gefährlichen Verkettung von Missverständnissen im November 1983 – standen wir am Rand eines globalen Atomkriegs. Doch es ging noch einmal gut, sonst könnte ich diese Zeilen nicht schreiben und Sie sie nicht lesen.
Paradoxerweise ist jedoch die reale Gefahr durch Atombomben seit dem November 1989 eher gewachsen als zurückgegangen. Zwar ist es zurzeit kaum noch vorstellbar, dass tatsächlich ein atomarer Konflikt zwischen den Supermächten wie Russland, China und den USA ausbrechen könnte. Angesichts aufstrebender Atommächte ist es allerding nicht abwegig, dass Terroristen nicht zögern würden, eine Atombome einzusetzen, wenn sie diese in die Hände bekommen würden.
Dieses Szenario habe ich meinem Roman „Schwarzer Regen“ zugrunde gelegt. Doch mir ging es dabei nicht nur um den Anschlag selbst, sondern vor allem um die Frage, welche Folgen eine solche Katastrophe haben könnte – für uns, für unsere Demokratie, für die so unangreifbar scheinende europäische Zusammenarbeit. (mehr…)