„Willkommen bei den Sch´tis“: Der Kino-Erfolg aus Frankreich auf DVD

„20 Millionen Franzosen können nicht irren!“

Willkommen bei den Sch'tisMit diesem Slogan wird auf dem deutschen DVD- Cover zum Film „Willkommen bei den Sch´tis“ geworben. „Willkommen bei den Sch´tis“ ist in Frankreich „der erfolgreichste französische Film aller Zeiten“, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt.

Der französische Postbote Philippe Abrams wird vom Süden Frankreichs nach Nordfrankreich zwangsversetzt. Eigentlich wollte er aus familiären Gründen einen Job als Postbote an der sonnigen Cote d´Azur ergattern, doch dieser ging ihm durch die Lappen. Sein Plan, doch noch an einen sonnigen Ort versetzt zu werden, geht gründlich schief.

Er landet zwangsweise im tiefsten Norden Frankreichs und muss sich von nun an mit den Sch´tis (im französchen „les Ch´tis“), die ihn eigentlich aufs herzlichste Willkommen heißen, auseinandersetzten. Sch´tis werden die Einwohner in der Region Nord-Pas-de-Calais genannt. Die Region wird von den Südfranzosen häufig als primitiv belächelt.

Zwischenmenschlich wäre das für den Postboten kein Problem, wäre da nicht dieser Dialekt: jedes „s“ wird bei den Sch´tis zum „sch“. Ein Kauderwelsch für den Franzosen aus dem Süden.

Das ist ungefähr so, als würde ein Hamburger aus beruflichen Gründen ins ländliche Schwaben ziehen. Er kommt an und hört: „Wo kommsch her? Brausch Hilfe? Kennsch die Stadt scho? Woisch wos, i zeig´s da!“

Genauso muss es wohl Philippe Abrams in „Willkommen bei den Sch´tis“ ergehen.
Das große Problem bei der Übersetzung ins Deutsche war, dass es keinen vergleichbaren Dialekt gibt. Die Umsetzung vom französischen in den deutschen Dialekt ist den Machern von „Willkommen bei den Sch´tis“ sehr gut gelungen. Statt im französischen das „c“ zum „ch“ zu machen, entschloss man sich hierzulande für das „sch“ statt „s“.

Für die Synchronisierung sicherte man sich scharfzüngige Unterstützung von Comedian Christoph Maria Herbst, bekannt aus der erfolgreichen deutschen Pro7-Serie „Stromberg“. Er lieh Danny Boon, Regisseur, Co-Autor und Nebendarsteller seine Stimme und setzte bei der Synchronisierung den Sch´ti- Dialekt für Philippes Arbeitskollegen Antoine Bailent perfekt um.

Im Umgang mit seinen neuen Arbeitskollegen lässt Philippe Abrams kein Fettnäpfchen aus. Nach vielen Pleiten, Pech und Pannen siegt schließlich doch der Charme der „Sch´tis“ und Philippes Begeisterung für diesen seltsamen Ort Bergues und seine Bewohner wird geweckt. Dann kann ihn auch ein sonniger Platz an der Cote d´Azur nicht mehr locken.

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