Sie regierte als teuflische Chefredakteurin in „Der Teufel trägt Prada“ über ein Mode-Magazin, suchte als Millionärs-Gattin in „Der Tod steht ihr gut“ nach der ewigen Jugend und berührte Millionen von Kino-Zuschauern im traumhaften Epos „Jenseits von Afrika“: Meryl Streep ist die wohl wandlungsfähigste Film-Diva in Hollywood.
Am 22. Juni 2009 feiert Meryl Streep ihren 60. Geburtstag. Und entgegen der berüchtigten Allüren großer Hollywood-Schauspielerinnen präsentiert sich Meryl Streep auch heute noch als bescheidene Diva. „Ich bin kein Star. Ich bin ein Mensch, der sein Leben so privat wie nur möglich führen will“, erklärte Meryl Streep, die oft mit dem Satz „Ich bin eine Schauspielerin, die nach der Arbeit nach Hause geht“ zitiert wird, im Interview mit der Main Post.
Die 1949 in New Jersey geborene Mary Louise (Meryl) Streep startete ihre Film-Karriere nach ihrem Studium in Yale mit dem Film „Julia“, einer Geschichte zweier Amerikanerinnen zu Zeiten des Nationalsozialismus. Da die Schauspielerinnen Faye Dunaway und Barbara Streisand Rollen im Film ablehnten, gelangte Meryl Streep zu ihrem Film-Debüt.
Ihren ersten Emmy als beste Schauspielerin erhielt Meryl Streep für die Serie „Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss“ und ihre Rolle der Inga Helms-Weiß. Weitere Auszeichnungen von Meryl Streep waren 2 Oscars (von 15 Nominierungen), 6 Golden Globes, 4 National Society of
Film Critics und 9 People’s Choice Awards. Meryl Streep ist damit unangefochtene Nummer 1 unter den weiblichen Preisträgern Hollywoods.
„Auf der Skala der Ungerechtigkeiten, die es auf dieser Welt gibt, ist das nicht wirklich bedeutsam“, antwortete Meryl Streep auf die Frage, wie das Rollenangebot für Frauen über 40 in Hollywood sei. Die erfolgsverwöhnte Schauspielerin braucht sich wahrlich keine Sorgen zu machen.
Zu ihren aktuellen herausragenden Rollen zählen unter anderem ihre Verkörperung einer eigensinnigen Nonne im Drama „Glaubensfrage“, als temperamentvolle Donna in „Mamma Mia!“ und als Time-Journalistin Janine Roth im Film „Von Löwen und Lämmern“.
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