Mein Wesen veränderte sich zweifach, mit jedem meiner Tode. Aber ich kenne die Frau, die Verantwortliche, die wahre Täterin, die mich zum Opfer dieser Mächte werden ließ, anstatt mich davor zu bewahren. Jetzt habe ich sie gefunden. Endlich gefunden!
Theresia Sarkowitz ist bildschön und jung. Doch sie hat eine lange und düstere Vergangenheit. Theresia ist „ein Kind des Judas“. Die Kinder des Judas sind eine der gefährlichsten Vampir-Rassen, die jeden anderen Vampir, „Abschaum“ in ihren Augen, sofort töten. Theresia, kurz Sia genannt, möchte ihr verfluchtes Schicksal als Vampir eigentlich hinter sich lassen – wird aber bald von einem Schatten ihrer Vergangenheit eingeholt, der nach Rache sehnt…
Markus Heitz lässt in seinem Roman Judassohn, der auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt wird, ordentlich die untoten Puppen tanzen. Neben den Kindern des Judas lässt Markus Heitz noch weitere schaurige Gestallten aus dem Grüften und Gräbern auferstehen.
Außer Viesczys, Nachkommen einer Hexe mit einem Dämon, sorgen noch Tenjac, Nex und Nachzehrer für Angst und Schrecken. Große Gefühle wie bei Twilight oder den Vampire Diaries wird der Leser vergeblich suchen – Blut und Dunkelheit regieren in „Judassohn“.
„Eine Verharmlosung der Bestie, des Monstrums, vor dem die Menschen sich lange Zeit gefürchtet haben“, lehnt Markus Heitz ab und möchte mit seinem Buch Judassohn wieder mehr auf die dunkle Seite des Fürsten der Finsternis hinweisen. Man solle Vampire nicht als „nette, missverstandene Wesen“ darstellen, „die sich nach der Liebe und Wärme der Lebenden sehnen, warnt Heitz, denn: „Vampire wollen Blut. Viel Blut. Menschenblut!“
Judassohn eignet sich also nicht für Fans vampirischer Mädchenträume, sondern für Horror- und Thriller-Fans, die den Vampir so sehen wollen, wie er schon seit Draculas Zeiten war: als gefährlichen Blutsauger.
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