40 Jahre ist es her, seit ein unscheinbares Kinderbuch Millionen von Kinderzimmern eroberte: Die „Kleine Raupe Nimmersatt“ wurde am 20. März 1969 veröffentlicht.
Die Geschichte der kleinen grünen Raupe vom Ei bis zum wunderschönen Schmetterling darf heute in keiner Kinderbuch Sammlung mehr fehlen.
Vor kurzem feierte auch der Vater der kleinen Raupe Nimmersatt Geburtstag: Eric Carle wurde am 25. Juni 2009 80 Jahre alt. Der heute in der Nähe von New York lebende Grafiker und Autor verbrachte viele Jahre in Stuttgart, bevor er in die USA, die ursprüngliche Wahlheimat seiner Eltern, zurückkehrte.
Die „Kleine Raupe Nimmersatt“, die Eric Carle zu internationalem Erfolg verhalf, spielt jetzt auch in seinem Bilderbuchmuseum im amerikanischen Amherst die Hauptrolle: In der Eingangshalle zum „Eric Carle Museum of Picture Book Art“ steht ein riesiger Geburtstagskuchen – mit „kleiner Raupe Nimmersatt“, die sich genüsslich daran satt isst.
“Grau, braun, grün. Es gab nicht viel Farbe in meinem Leben“, erinnert sich Eric Carle im ARD-Interview. Das ist der Grund, warum seine Illustrationen und Kinderbücher später von satten bunten Farben geprägt sind: Die Kleine Raupe Nimmersatt zum Beispiel frisst sich durch einen saftig roten Apfel oder eine Pflaume in kräftigem Lila.
Seine Liebe zu kräftigen Farben entdeckte der junge Kunst-Student Eric Carle während seines Studiums an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart.
Ende der 90er gelangte die „Kleine Raupe Nimmersatt“ übrigens durch eine kuriose Anekdote in den Blickpunkt der Öffentlichkeit: Der damalige US-Präsident George W. Bush gab „The Very Hungry Caterpillar“, wie die kleine Raupe Nimmersatt im Original heißt, als sein persönliches Lieblingsbuch an. Das Buch habe ihn „beim Heranwachsen beeinflusst“, so die Süddeutsche Zeitung.
Dumm nur, dass die Journalisten nach diesem Bekenntnis zum Taschenrechner griffen: Zum Zeitpunkt der Erscheinung des Buches war Bush bereits 23 Jahre alt. Die Süddeutsche Zeitung schlussfolgerte als Moral von der Geschicht’: „Auch große Kinder träumen eben manchmal davon, zum Schmetterling zu werden“.
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