An dunkle Zukunftsprognosen für Deutschland ist man inzwischen gewohnt. Dennoch gibt es Voraussagen, die uns immer wieder schockieren. So gelingt es derzeit auch Thilo Sarrazin mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ für Gesprächsstoff – nicht nur in Politikkreisen – zu sorgen.
Thilo Sarrazin ist SPD-Politiker und seit 1975 im öffentlichen Dienst tätig. Seit Mai 2009 ist er zudem Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank. Sein Fachwissen in Bezug auf Fehlentwicklungen im Finanzbereich der Regierung ist also nicht von der Hand zu weisen.
Doch nicht nur die Haushaltskasse und die hohe Staatsverschuldung machen ihm in „Deutschland schafft sich ab“ Sorgen, sondern vor allem auch das rasante Wachstum der Unterschicht. Einen entscheidenden Parameter macht er für diesen Trend verantwortlich: die konstant ansteigende Immigrationszahl.
„Deutschland schafft sich ab“ – ist Thilo Sarrazin zu weit gegangen?
Dabei ist Thilo Sarrazin vor allem für seinen rauen Umgangston berühmt berüchtigt, der den gesellschaftlichen Kodex der „Political Correctness“ in weite Ferne rückt:
“Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert.”
Welche Wellen sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ schlägt, kristallisiert sich in diesen Tagen heraus. Laut spiegel.de legt SPD-Chef Sigmar Gabriel Thilo Sarrazin den Parteiaustritt nahe.
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Ich wundere mich langsam überhaupt nicht mehr, warum es in Deutschland möglich ist, absolut nichts zu leisten und der Solidargemeinschaft dabei ununterbrochen auf der Tasche zu liegen.
Die Diskussionen in der Öffentlichkeit, speziell von Politikern zeigen ganz deutlich, dass jeder von allen Seiten Rückendeckung bekommt, wenn er wieder einmal irgendeine geringe oder große Chance oder Weiterbildungsmaßnahme “verpasst” hat, oder weil kulturelle oder religiöse Hintergründe es ihm nicht ermöglichen sich seinem Umfeld ausreichend anzupassen.
Glücklicherweise hat Thilo Sarrazin in seinem Buch genügend Angriffspunkte geliefert, damit in der Öffentlichkeit die Kernaussage seines Buches (ich habe es gelesen) erst gar nicht zur Sprache kommt.
Ich selbst stelle mir schon seit vielen Jahren eine Frage:
Warum kann ich in Deutschland jede Unterstützung erhalten und muss dafür nichts tun? Oder anders gefragt: Warum wird meine Unterstützung nicht gekürzt oder ganz gestrichen, wenn ich nachweislich Auflagen, Anforderungen, Angebote, etc. nicht erfülle.
Wenn ich in Deutschland nur falsch parke muss ich dafür bezahlen. Wenn ich nicht rechtzeitig Steuern bezahle, muss ich Säumnisszuschlag zahlen,etc. (Liste lässt sich beliebig fortsetzen)
Wenn ich aber hartnäckig weder die Landessprache lerne noch mir Arbeit suche oder jedes Arbeitsangebot verweigere. Wenn jede Weiterbildung oder Ausbildung zum Scheitern verurteilt ist oder gar nicht erst angetreten wird, weil mir entweder die schulische Ausbildung oder die Kenntnisse der Landessprache fehlt. Wenn ich bereits in der Schule hartnäckig die regelmäßige Teilnahme am Unterricht verweigere… (auch hier lässt sich die Liste beliebig fortsetzen)
WARUM WIRD DANN MEIN MANGELNDER PERSÖNLICHER EINSATZ FÜR MEINE ZUKUNFT, MEINE FAMILIE, MEIN LAND
NICHT ENTSPRECHEND GEWÜRDIGT ???
WARUM ERHALTE ICH TROTZDEM NOCH DEN VOLLEN SATZ AN FINANZIELLER UNTERSTÜTZUNG, KRANKENVERSORGUNG, RENTE??
Das ist für mich die Kernaussage des Buches. Und das ist die Frage die nicht nur mich, sondern viele beschäftigt, die jeden Tag dafür arbeiten, das immer mehr, ungestraft immer weniger tun !!!!
Kommentar: M.B. – 17. September 2010 um 10:26