Algarad, ein Inselreich, verloren in den Weiten des Narnen-Meeres. Eine Welt, in der Magie und das Schwert die beherrschenden Kräfte sind. Seit Jahrhunderten kämpfen die Krieger von Dan gegen Achest, den Todesfürsten, der auf Caithas Dun seine Horden sammelt, um das Reich Algarad und seinen Hochkönig endgültig zu bezwingen. Doch es regt sich Widerstand, und auch die Grauen Sphären, die Welt der Schattenwesen, werden in den Konflikt hineingezogen …
Das Schicksal Algarads beschäftigt mich schon viele Jahre. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich im Alter von zwölf mit dem Schreiben phantastischer Geschichten angefangen. Damals las ich gerade die letzten Seiten von J.R.R. Tolkiens Herr der Ringe und konnte es nicht glauben, dass dieses meisterhafte Buch zu Ende sein sollte. Die Sehnsucht nach den Gefilden Mittelerdes, den fantastischen Geschöpfen und Schauplätzen, hatte mich gepackt. Sollte es wirklich keine Rückkehr mehr zu Frodo und all den anderen liebgewonnenen Gefährten geben?
Ich beschloss kurzerhand, meine eigene Fantasy-Welt zu erschaffen. Die Leidenschaft für Algarad und seine Geschöpfe verließ mich seitdem nie mehr. Gleichwohl gab es andere Bereiche in meinem Leben – sei es die Musik oder mein Studium der Psychologie –, die meine Energie zeitweise voll in Anspruch nahmen, so dass ich die Geschichte des Inselreichs Algarad nicht kontinuierlich verfolgte.
Von Anfang an stand für mich fest, dass ich epische Fantasy schreiben wollte, die sich am Thema des ewigen Kampfes zwischen Licht und Dunkelheit orientiert. Die Geschichte und die Charaktere entwickelten sehr bald eine eigenständige Richtung, die nur noch in den Grundzügen an ihre ursprüngliche Inspiration erinnerte. Mir war wichtig, besonders dem Charakter des Protagonisten Tenan eine zusätzliche Dimension zu geben, die ihn vom Image des strahlenden Helden wegrückt.
Er hat eine Vergangenheit, die im Dunklen liegt, die ihn in Alpträumen und Visionen quält. Tenan weiß zu wenig über seine Herkunft, seine Bestimmung und sein „wahres Wesen“ (sein dhorin, wie die Weisen Algarads es nennen), was ihn verletzlich und angreifbar macht. Denn Kräfte der Finsternis setzen alles daran, ihn auf ihre Seite zu ziehen und von seinem Weg abzubringen – und Tenan gerät unmerklich immer näher an den Rand des Abgrunds.
Auf seiner Quest, seiner Reise durch Algarad, erhält er Unterstützung von unerwarteter Seite und schließt Freundschaften, doch der Schatten seiner Vergangenheit und eine ungewisse Zukunft hängen drohend über ihm. Es ist (übrigens auch für mich als Autor) spannend zu sehen, wie sich Tenan weiterentwickelt und welche Entscheidungen er treffen wird. Im Moment arbeite ich am zweiten Band des Zyklus, der voraussichtlich 2010 erscheinen wird.
Ein Gastbeitrag von Marcus Reichard
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