Am 20. Juli 2009 jährt sich ein Stück deutscher Geschichte zum 65. Mal: Mit seinem erfolglosen Attentat auf Adolf Hitler ging Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg 1944 in die Geschichtsbücher ein.
Im Kino läuft die bereits im Vorfeld heiß diskutierte Verfilmung “Operation Walküre” mit Tom Cruise als Stauffenberg an. Das ZDF strahlt parallel zum Kino-Start die Dokumentation Stauffenberg und der deutsche Widerstand aus.
Als „spannend und handwerklich gut gemacht“ beurteilte ZDF-Historiker Guido Knopp Operation Walküre gegenüber der Bild am Sonntag. „Der Film funktioniert als Thriller und wird der Komplexität der historischen Ereignisse trotzdem gerecht“, lautet das Fazit der Sueddeutschen Zeitung.
Während in Operation Walküre die Endphase des Attentates in der Wolfsschanze im Mittelpunkt steht, geht die ZDF-Dokumentation auf die Hintergründe des Mythos Stauffenberg ein.
„Der Narr macht Krieg“. Das soll Stauffenberg 1939 ärgerlich auf Hitlers Angriff auf die damalige Tschechei ausgerufen haben. Der Zuschauer erfährt einiges über die Person Stauffenberg und den langsam aufkeimenden Widerstand gegenüber der Ideologie des Nationalsozialismus.
„Es ist Zeit, dass jetzt etwas getan wird. Derjenige allerdings, der etwas zu tun wagt, muss sich bewusst sein, dass er wohl als Verräter in die deutsche Geschichte eingehen wird. Unterlässt er jedoch die Tat, dann wäre er ein Verräter vor seinem eigenen Gewissen“.
Mit diesen Worten leitete Stauffenberg die Operation Walküre ein. Trotz seines gescheiterten Attentates ist Stauffenberg zu einer Symbolfigur des Widerstandes und der Hoffnung geworden.
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