Sie waren das Film-Paar schlechthin: Kate Winslet und Leonardo di Caprio. Beide kamen im Kino-Welterfolg Titanic quasi über Nacht zu Hollywood-Ruhm und berührten die Kino-Zuschauer als verzweifeltes Liebespaar Jack Dawson und Rose DeWitt Bukater. Für die Verfilmung des Romans Zeiten des Aufruhrs (im Original: Revolutionary Road) von Richard Yates kehren Kate Winslet und Leonardo di Caprio nach 12 Jahren als Liebende auf die Leinwand zurück.
Privat waren beide nie ein Paar, auch wenn das nach Titanic stets vermutet wurde. Im aktuellen Drama Zeiten des Aufruhrs waren vor allem die Liebes-Szenen sehr schwierig für Leonardo di Caprio und Kate Winslet. Das Pikante: Sam Mendes, Winslets Ehemann, führte Regie. „So unentspannt habe ich noch nie vor der Kamera geküsst“, gab Leonardo di Caprio in einem Interview offen zu.
Leider ist die Film-Liebe der beiden auch dieses Mal nicht von einem Happy End gekrönt: Im Amerika der 50er Jahre führen April Wheeler (Kate Winslet) und ihr Mann Frank (Leonardo di Caprio) ein nach außen hin idyllisches Vorstadtleben. Doch die Fassade trügt: Franks Alkoholprobleme, die unerfüllten Karriere-Träume Aprils und der triste Alltagsrhythmus lassen das Eheglück langsam aber sicher zerbrechen.
Richard Yates’ Roman Revolutionary Road wurde in Amerika zu einem der großen Klassiker der Moderne. Gerade mit seinem ungeschönten Blick auf die Schattenseiten des amerikanischen Traumes spricht Yates Themen an, die auch knapp 47 Jahre nach Veröffentlichung des Romans aktueller denn je sind.
Kate Winslet feiert übrigens nicht nur in Zeiten des Aufruhrs im Kino Erfolge. Im Film Der Vorleser (The Reader), ebenfalls einer Romanverfilmung, spielt Winslet die KZ-Aufseherin Hanna Schmitz. Der Film, der sich mit einer tragischen Liebesgeschichte zu Zeiten des Nationalsozialismus auseinander setzt, wurde an Originalschauplätzen in Berlin und Görlitz gedreht.
Die britische Schauspielerin Kate Winslet kann sich für ihre bewegende Darstellung in den Dramen, die neu in den deutschen Kinos anlaufen, schon jetzt doppelt freuen: Bei den Golden Globes räumte sie sowohl eine Auszeichung als beste Hauptdarstellerin (Zeiten des Aufruhrs) als auch als beste Nebendarstellerin (Der Vorleser) ab.
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