„Das Leben kommt auf alle Fälle aus einer Zelle, doch manchmal endet’s auch – bei Strolchen – in einer solchen.“
Dieser Satz stammt von keinem geringeren als Heinz Erhardt. Wie kaum einer vor oder nach ihm, verstand es der der deutsche Komiker, der am 20. Februar 2009 100 Jahre alt geworden wäre, mit feinsinnigem Humor die Menschen zum Lachen zu bringen. Mit scharfer Zunge, aber nie derb, schaffte es Heinz Erhardt pointiert, aus Alltagsgeschichten ein Gag-Feuerwerk zu zaubern.
So stellte Erhardt einst gewohnt trocken fest: „Manche Menschen wollen immer glänzen, obwohl sie keinen blassen Schimmer haben.“
Auch wenn solche Aussprüche einer ganz anderen Fernseh-Generation entstammen, so kann man diesen Satz ohne weiteres auf die heutige Glamour-Welt übertragen.
Am 20. Februar 1909 erblickte Heinz Erhardt in Riga, der heutigen Hauptstadt Lettlands, das Licht der Welt. Obwohl Erhardt seinen Traum, Pianist zu werden, während seiner Kindheit nicht in die Tat umsetzten konnte, gelangte er über die Marine zu seinem Wunschberuf: In Stralsund suchte die Marine einen Klavierspieler für ihr Orchester.
Nach dem Krieg arbeitete Heinz Erhardt als Moderator für den NWDR. Im Fernsehen wurde er vor allem als Willi Winzig bekannt. Sein Gedicht von der „Made mit dem Kinde“ wird auch heute noch gerne zitiert.
Zu Ehren von Heinz Erhardt ist jetzt der Jubiläumsband „Der große Heinz Erhardt“ erschienen. Dort finden sich neben seinen Liedern und Gedichten auch autobiografische Texte und Fotos zum großen deutschen Satiriker.
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